Für wen diese Anleitung gedacht ist
Für deutschsprachige SEO-Redaktionen, Content-Verantwortliche, selbstständige Texterinnen und Texter sowie Unternehmen, die Ratgeberartikel überarbeiten und dabei Suchintention, Markenstimme und überprüfbare Angaben zusammenhalten möchten.
1. Suchintention und unveränderliche Angaben festlegen
Kläre vor der Überarbeitung, welche Aufgabe der Artikel erfüllt: Erklärt er einen Begriff, unterstützt er eine Kaufentscheidung oder führt er durch einen konkreten Ablauf? Ein Ratgeber zu „Balkonkraftwerk anmelden“ braucht andere Antworten als ein Vergleich von Modulen. Notiere die zentrale Leserfrage und markiere Aussagen, die unverändert bleiben müssen: technische Maße, Preise, Datumsangaben, Zitate und rechtliche Voraussetzungen. Prüfe außerdem, für welches Land der Inhalt gilt. Deutschsprachig bedeutet nicht automatisch Deutschland; Regeln für Österreich oder die Schweiz können abweichen. Entferne keine solche Einordnung, nur weil ein kürzerer Satz eleganter klingt. Gib für die Überarbeitung ausdrücklich vor, keine neuen Fakten oder unbelegten Empfehlungen hinzuzufügen.
2. Keywords in natürliches Deutsch einbetten
Suchbegriffe müssen grammatisch in den Satz passen. Aus „Wärmepumpe Kosten Altbau“ wird beispielsweise „Was kostet eine Wärmepumpe im Altbau?“. Bewahre zentrale Begriffe in aussagekräftigen Überschriften und dort, wo sie den Inhalt präzise benennen. Ersetze Wiederholungen aber nicht mechanisch durch Synonyme: „Miete“, „Leasing“ und „Finanzierung“ sind keine austauschbaren Varianten. Kürze leere Einstiege wie „In der heutigen Zeit gewinnt dieses Thema zunehmend an Bedeutung“ und beginne mit der eigentlichen Antwort. Löse schwer lesbare Substantivketten auf, ohne etablierte Fachausdrücke zu verfälschen. Im Modus Standard sollte das Ziel eine nüchterne, gut lesbare Fassung sein, keine werbliche Zuspitzung. Prüfe anschließend, ob jeder Absatz eine neue Information liefert.
3. Redaktionell prüfen, bevor der Artikel online geht
Vergleiche Ausgangstext und Überarbeitung absatzweise. Kontrolliere Zahlen einschließlich Einheiten, Bedingungen und Bezugsgrößen: Ein Jahresverbrauch darf nicht zum Monatsverbrauch werden, ein Nettopreis nicht zum Endpreis. Öffne zitierte Quellen und prüfe, ob sie genau die jeweilige Aussage stützen und noch aktuell sind. Behalte Quellenverweise unmittelbar bei den zugehörigen Aussagen. Prüfe danach Überschriften, Linktexte und die Zusammenfassung für das Suchergebnis. Sie sollen den tatsächlichen Inhalt beschreiben, keine nicht belegten Vorteile versprechen. Kontrolliere auch interne Links: Nach einer Umformulierung muss das verlinkte Ziel noch zur angekündigten Information passen. Eine flüssigere Fassung ersetzt weder die fachliche Freigabe noch die Prüfung rechtlich sensibler Inhalte.